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Scientific Writing: Britisches oder amerikanisches Englisch?

Sie wollen Ihre Daten in einem Fachjournal veröffentlichen – und fragen sich, ob Sie es eher im britischen oder amerikanischen Englisch verfassen sollen? Und Sie möchten wissen, ob es genügt bei Word „Englisch (Großbritannien)“ oder „Englisch (USA)“ einzustellen? Wenn ja, dann sollten Sie weiter lesen.

Die wichtigste aller Fragen haben Sie bereits beantwortet: Ja, es gibt einen Unterschied zwischen britischem und amerikanischem Englisch. Sich dessen bewusst zu sein, verhindert schon einmal zahlreiche Fehler in Ihrem wissenschaftlichem Artikel – in Ihrem Paper.

Britisches oder amerikanisches Englisch – was sagen die Autorenhinweise?

Manche Journals haben klare Präferenzen. Die einen wollen für ihre Paper, Reviews und Case reports britisches Englisch, die anderen bevorzugen amerikanisches Englisch. Wieder andere überlassen es ausdrücklich den Autoren. Dann haben Sie die Wahl, müssen aber dafür sorgen, dass Sie in Ihrem Manuskript einheitlich bleiben.

Andere Fachzeitschriften erwähnen dieses Thema in ihren Autorenhinweisen überhaupt nicht. In einem solchen Fall sehe ich auf der Webseite des Journals nach, ob das Journal seinen Sitz in Europa oder in den USA hat, und wähle entsprechend britisches oder amerikanisches Englisch.

Britisches oder amerikanisches Englisch – die richtige Einstellung bei Word

Haben Sie sich entschieden, stellen Sie bei Word unter „Überprüfen“ und „Sprache“ die richtige Variante ein: „Englisch (Großbritannien)“ oder „Englisch (USA)“.

Nun sollten die falschen Schreibweisen angezeigt werden – „sollten“, den in der Praxis klappt das nicht immer so geschmeidig.

Der Grund: Wenn Ko-Autoren einzelne Passagen geschrieben und in Ihrem Manuskript ergänzt haben, kann sich das gewählte Sprachformat mehrmals im Manuskript ändern. Fehler können so übersehen werden.

Also Text markieren und die Spracheinstellung für den Gesamttext ändern.

Britisches oder amerikanisches Englisch – wo genau sind die Unterschiede?

Zahlreiche Unterschiede gibt es – aber man kann sie systematisch in folgende Gruppen gliedern:

doppelte oder einfache Vokale

Die britische Schreibweise benutzt oft doppelte Vokale (ou, oe oder ae), die amerikanische dagegen einfache (o, e).

UK US
tumour tumor
oedema edema
anaemia anemia
„s“ oder „z“ – ein häufiger Unterschied

Die Briten bevorzugen das elegante „s“, die Amis dagegen das knackige „z“.

UK US
analyse analyze
organisation organization
einfache vs. doppelte Konsonanten

Was für die Vokale gilt, gilt auch für manche Konsonanten: In England schreibt man gerne zwei, für die Amerikaner tut´s auch einer.

UK US
sulphur sulfur
labelled labeled

Und dann gibt es noch die Sache mit dem anatomischen Zentrum:

UK US
anatomical anatomic
centre center

Fazit

So – jetzt müsste alles klar sein, was die Wahl bzw. den Unterschied britisches vs. amerikanisches Englisch betrifft. Wenn es sonst noch Fragen gibt, finden Sie Antworten evtl. hier im Blog oder natürlich auch im Paper-Protokoll, der Schreibanleitung für biomedizinische Originalartikel (ISBN: 978-3-7345-4167-4).

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Dr. rer. nat. Stefan Lang
Scientific-Medical Writer

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