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Die Sache mit dem Komma im Wissenschaftsenglisch

Wer ein biomedizinisches Paper schreiben und es in einem Fachjournal veröffentlichen möchte, hat auf eine Sache sicherlich keine Lust: Komma-Regeln zu pauken. Muss er oder sie auch nicht, denn die Sache mit dem Komma im Wissenschaftsenglisch ist eigentlich gar nicht so schlimm.

Sehen wir doch einmal das Komma als das an, was es ist – ein winziger Strich, der eine ganze Menge leistet. Denn er hilft uns, den Sinn eines Satzes einfacher und schneller zu erfassen. Grund genug, nicht auf ihn zu verzichten. Aber auch Grund genug, das Komma im Wissenschaftsenglisch nicht wahllos, wie mit einem Salzstreuer, auf seinen Text zu verteilen.

Fünf klare Regeln für das Komma im Wissenschaftsenglisch

Vielleicht gibt es für die englische Sprache noch mehr als diese fünf Komma-Regeln, mag sein. Wie auch immer – die folgenden fünf Regeln scheinen mir für das Wissenschaftsenglisch besonders wichtig zu sein.

Regel 1: Introductory elements – Signale am Satzanfang brauchen im Wissenschaftsenglisch ein Komma

Das Komma im Wissenschaftsenglisch.Im Wissenschaftsenglisch werden Sätze besonders leicht verstanden, wenn der Leser bereits am Satzanfang erfährt, in welchem Zusammenhang ein Satz mit den anderen Sätzen des Absatzes steht. Das erfährt der Leser durch „Signale“ am Satzanfang. Das können einfache Übergangswörter, Übergangsphrasen oder kurze, einleitende Nebensätze sein. Im Wissenschaftsenglisch werden solche Signale durch ein Komma vom Satz getrennt.

  • In addition, cells were incubated with increasing doses of …
  • However, this disease can also be transmitted by …
  • Although many cancers are initially responsive to chemotherapy, residual tumor cells …

Regel 2: Hängen zwei unabhängige Sätze zusammen, brauchen sie im Wissenschaftsenglisch ein Komma.

Ein Satz ist unabhängig, wenn er auch ohne den anderen funktionieren würde. Manchmal werden solche unabhängigen Satze durch ein Verbindungswort verknüpft: and but, for, nor, or, yet. Dann braucht es im Wissenschaftsenglisch ein Komma.

  • Breath-holding during CT scan acquisition lowers the mean heart rate, but heart rate variability is the same when compared with normal breathing.

Regel 3: Ein Nebensatz, den man auch weglassen könnte, braucht ein Komma.

Wenn man einen Nebensatz streichen kann, ohne etwas am Sinn des Hauptsatzes zu ändern, braucht es ein Komma.

  • The chairman, who is one of the board members since 2001, opened the conference session.

Regel 4: Und ein Nebensatz, der unbedingt notwendig ist? Komma verboten!

Im nächsten Satz wird der Begriff “subtype of diabetes“ durch einen Nebensatz eingeschränkt: Es geht um einen bestimmten Subtyp, der durch einen Enterovirus ausgelöst wird. Dies Erklärung ist für den Inhalt des Satzes unbedingt notwendig: kein Komma.

  • The subtype of diabetes that is triggered by an enterovirus is still …

Regel 5: Serial Comma – kein Muss, aber üblich im Wissenschaftsenglisch

Schreiben Sie in einem deutschen Satz eine Aufzählung, dann steht zwischen den beiden letzten Worten ein „und“ ohne Komma: „ … beinhaltet Nüchternglukose, Insulin und HbA1c.“ Nicht so im Wissenschaftsenglisch. Das „serial comma“ steht im Wissenschaftsenglisch vor dem „and“ einer Liste.

  • … includes fasting glucose, insulin, and HbA1c.

Fazit

Die Sache mit dem Komma … ist jetzt ein bisschen klarer? Dann steht Ihrer Veröffentlichung ja nun nichts mehr im Weg.

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