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Wissenschaftliches Schreiben – bitte mit System

Wissenschaftliches Schreiben hat einen schlechten Ruf: Stress, zittrige Finger, erhöhter Koffein- und manchmal auch Nikotinkonsum, verdrillte Gehirnwindungen, das Privatleben ein Totalausfall – Schluss damit.

Warum glauben alle: Wissenschaftliches Schreiben = Qual? Ich glaube, es liegt daran: Bei so großen Schreibprojekten wie etwa medizinischen Doktorarbeiten ist zwar allen das Ziel bekannt – aber nicht der Weg, wie man dahin kommt.

Und das macht Stress: Man will etwas erreichen, aber weiß nicht wie. Also fängt man einfach an, probiert etwas, scheitert, probiert es dann anders, scheitert wieder und nähert sich nur ganz langsam seinem Ziel. Oder bezogen auf die Doktorarbeit: Man schreibt, löscht, schreibt, verschiebt Sätze und ganze Passagen, löscht sie wieder und schreibt sie anschließend neu.

Wer diesen Stress vermeiden möchte, sollte sich also zuerst den Weg überlegen, der zur erfolgreichen Promotion führt. Und dieser Weg sieht – in Kurzform – so aus:

1. Schritt: Vorbereitung

  • Ein paar grundlegende Word-Funktionen sollte man kennen und eine Literaturverwaltungssoftware installiert haben.
  • Eine regelmäßige Datensicherung auf einem externen Speichermedium hilft übrigens, Vollkatastrophen zu vermeiden.

2. Schritt: Konzept

  • Ganz wichtig ist, dass man für seine Doktorarbeit eine klare Fragestellung oder Zielsetzung formuliert und sich überlegt, in welcher Reihenfolge man seine Daten präsentieren möchte – zum Beispiel.

3. Schritt: eine detaillierte Gliederung

  • Mit einer simplen Gliederung wie „Einleitung, Methodik, Ergebnisse & Diskussion“ ist es nicht getan. Denn eine Gliederung sollte optimal auf das Schreiben vorbereiten.
  • Besser ist es also, den Ablauf der „Story“ innerhalb dieser Kapitel zu planen – am besten absatzweise.

4. Schritt: Rohversion

  • Erstmal sollte man einen logischen und verständlichen Text schreiben. Das ist schwer genug.
  • Daher sollte man Stilfragen und Formalitäten zunächst außer Acht lassen – sie lenken nur ab.

5. Schritt: Überarbeitung

  • Ok, jetzt kann seinen Text „polieren“, damit er schön glänzt.
  • Aber bitte nicht einfach die Doktorarbeit hundertmal korrekturlesen. Nein, auch überarbeiten sollte man systematisch – nach Plan.

6. Schritt: Layout

  • Hier muss man sich nicht verkünsteln. Aber man kann dafür sorgen, dass die Gutachter der Doktorarbeit Ihr Manuskript gern in die Hand nehmen. Layout ist wichtig.

Fazit

Hat man vernünftige Daten (und die haben Sie!), kann eigentlich nichts schiefgehen, solange man diesem Weg folgt.

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Dr. rer. nat. Stefan Lang
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