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Abkürzungen in Abbildungen und Tabellen

Kein Paper und keine Doktorarbeit ohne Abbildungen und Tabellen: Beide sind so wichtig und werden doch oft so nachlässig behandelt. Da stehen dann Abkürzungen und Symbole über Balken und Linien – und jeder fragt sich: Was soll das bedeuten?

Klar, Abkürzungen sind in Abbildungen und Tabellen erlaubt, keine Frage. Einzige Voraussetzung: Sie müssen erklärt werden – ganz egal, ob eine Abkürzung bereits in der Introduction eines Papers eingeführt wurde und ganz gleich, ob die medizinische Doktorarbeit ein Abkürzungsverzeichnis enthält.

Denn Abbildungen und Tabellen gelten als „Stand alone“ – sie müssen für sich alleine betrachtet, also in Kombination mit der Abbildungslegende oder der Tabellenfußnote selbsterklärend sein.

Zusätzlich zu dieser Regel sollte man aber noch folgende Grundsätze beachten. Das nützt der Verständlichkeit des gesamten Papers oder Doktorarbeit:

In einem Paper oder einer Doktorarbeit muss man nicht jeden Begriff abkürzen

Generell muss man nicht jeden Begriff in seinem Paper oder in seiner Doktorarbeit abkürzen. Nur Begriffe, die etwa zehnmal im Text vorkommen oder schwer lesbar sind (Fluorescein isothiocyanate FITC) sollte man abkürzen. Und einen Begriff, der schon im Text des Manuskripts so gut wie nicht auftaucht, sollte man auch nicht in seiner Abbildung abkürzen. Der Leser würde sonst nur durch den Text oder die Legende irrlichtern, um die erhellende Erklärung zu finden.

Welche Begriffe sollte man auch in seinen Abbildungen und Tabellen abkürzen?

All die Abkürzungen, die bereits eingeführt wurden und regelmäßig im Text verwendet wurden, sollte man auch in der Abbildung oder Tabelle verwenden (nur muss man, wie gesagt, die Abkürzung in der Abbildungslegende oder der Tabellenfußnote erklären).

Welche Begriffe kann man problemlos in Abbildungen und Tabellen abkürzen?

Es gibt viele Abkürzungen, die den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eines bestimmten Fachgebiets zu 100% geläufig ist: HbA1c in der Diabetologie, Treg in der Immunologie, EDSS in der Neurologie. Über solche Abkürzungen muss man sich keine Gedanken machen. Doch Vorsicht: Erklären muss man diese Abkürzungen in der Legende oder Fußnote trotzdem.

Fazit

Bei der Gestaltung von Abbildungen und Tabellen sollte man generell bedenken, dass sie oft auch unabhängig vom Text betrachtet werden – bei einer schnellen PubMed-Recherche, beim Überfliegen des full-lenght-Papers oder beim Zerpflücken eines Papers beim Journal-Club.

Mehr solche Tipps zum Thema Doktorarbeit, Paper oder Poster gibt’s hier im Blog oder dort, in einem dieser Bücher:

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Dr. rer. nat. Stefan Lang
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