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Sieben Verständlichkeitstipps fürs wissenschaftliche Schreiben

Ok, in diesem Blog habe ich nun viele, viele Tipps genannt, die helfen, sich in seinem Wissenschaftstext verständlicher auszudrücken. Zeit für eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte – das ‚Must-have‘ der Verständlichkeit.

Es gibt diesen blöden Mythos, dem immer noch manche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anhängen: „Wissenschaftstexte sind für mich immer irgendwie unverständlich. Wenn ich also einen Wissenschaftstext schreiben muss, versuche ich mich möglichst unverständlich auszudrücken.“ Wer diesem Mythos verfallen ist, möge bitte jetzt wegklicken. Wer die Verständlichkeit seines Papers oder seiner Doktorarbeit erhöhen möchte, lese bitte weiter:

Regel 1: Je einfacher, desto besser

Einfache Worte (natürlich abgesehen von den notwendigen Fachbegriffen) und kurze Sätze – es ist oft erstaunlich, wie klar Wissenschaftstexte klingen können (im Blog: einfach).

Regel 2: Je kürzer, desto besser

Alles, was nichts zum Inhalt, also zur Story des Papers oder der Doktorarbeit, beiträgt oder die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes verbessert, kann aus dem Manuskript gestrichen werden. Sätze, die mehr als 30 Wörter enthalten, sollte man mit Argusaugen prüfen (im Blog: kurz).

Regel 3: Fall mit der Tür ins Haus

Der Leser möchte schlicht und einfach möglichst bald erfahren, um was es geht in einem Text, einem Absatz oder einem Satz. Daher keine langen Vorreden und gleich zur Sache kommen (im Blog: direkt).

Regel 4: Der Leser möchte etwas mitnehmen

Verpack Deine wichtigsten Erkenntnisse in ein bis drei kleine Päckchen. Lege diese Päckchen als Conclusion am Ende Deines Wissenschaftstextes für den Leser bereit – er wird sie dankbar mitnehmen (im Blog: praktisch).

Regel 5: Hör auf, auf den Putz zu hauen

Klar, Du machst tolle Forschung, aber sollte man das nicht an Deinen Daten erkennen? Warum sagst Du also ständig, Deine Daten seien „interestingly, strikingly, novel, excitingly“? (im Blog: novel)

Regel 6: Du schreibst für Leser, nicht Fachidioten

Es gibt keinen Grund, einen Teil der Leserschaft durch einen allzu fachspezifischen Jargon abzuschrecken und zu vergraulen. Sei nett zu Deinem Leser (im Blog: Jargon).

Regel 7: Der Leser hat immer recht

Wenn der Reviewer Deines Papers oder der Gutachter Deiner Doktorarbeit etwas nicht blickt, dann ist er noch lange kein „unfähiger Trottel“. Vermutlich lag es an Deinem Text (im Blog: Leser).

Mehr solche Tipps gibt’s hier im Blog oder dort, in einem dieser Bücher:

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