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Forschungsantrag: Welche Förderformate gibt es?

Wenn Sie einen Forschungsantrag in den Life Sciences stellen möchten, lautet die erste und zentrale Frage: Was genau soll gefördert werden? Da die verschiedenen Förderinstitutionen und Sponsoren ganz unterschiedliche Förderformate anbieten, lohnt es sich, frühzeitig den genauen Förderbedarf zu definieren.

Wenn Sie Fördermittel beantragen möchten, sollten Sie sich zuerst für ein Antragsformat bzw. einen Antragstyp entscheiden. Denn je nach Karrierestufe kommen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedliche Förderformate (Förderprogramme) infrage. Hier die wichtigsten Antragsformate:

  • EINZELFÖRDERMAßNAHME: Hier soll ein eng umrissener Bedarf gedeckt werden, also etwa die Kosten für eine Publikation, für die Teilnahme an einem Kongress oder einer Fortbildungsmaßnahme mit den entsprechenden Reisekosten (Reisebeihilfen) oder für die Organisation einer wissenschaftlichen Veranstaltung.
  • PERSONENFÖRDERUNG: Die personengebundene Förderung umfasst kleinere wie größere Förderformate. Ihr Fokus liegt dabei bei den meisten Förderinstitutionen auf der persönlichen Karriereentwicklung einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Kleinere Förderformate sind etwa Stipendien oder die Finanzierung befristeter Auslandsaufenthalte. Größere Förderformate sind die Finanzierung der eigenen Stelle, sei es als Postdoc, Nachwuchsgruppenleiter oder Projektleiter.
  • PROJEKTFÖRDERUNG: Der größte Anteil der Fördermittel fließt wohl in die Projektförderung. Dabei handelt es sich zunächst um die Förderung einzelner Forschungsvorhaben mit einer eng umrissenen Fragestellung und einer begrenzten Anzahl beteiligter Wissenschaftler (Einzelprojekte).
  • VERBUNDPROJEKTE: Im Gegensatz zu den Einzelprojekten umfassen Verbundprojekte mehrere Arbeitsgruppen oder Institutionen. Verbundprojekte bearbeiten eine übergeordnete Forschungsfrage oder Zielsetzung und werden zum Einsatz der jeweiligen Expertise meist in Teilprojekte gegliedert.
Forschungsantrag aus dem Gebiet Life Science

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Antragstellerinnen und Antragsteller sollten sich gezielt auch mit kleineren Förderformaten auseinandersetzen, für welche die Chancen auf Bewilligung im Allgemeinen höher ausfallen.

Denn auf diese Weise können gerade junge Forschende eine erfolgreiche Bewilligungshistorie generieren und zudem das eigene wissenschaftliche und administrative Netzwerk ausbauen.

Der Inhalt dieses Beitrags stammt aus dem neuen Schreibratgeber: Forschungsanträge in den Life Sciences – Drittmittel erfolgreich einwerben (ISBN Paperback: 978-3-347-17077-3 ).

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