Forschen . schreiben . publizieren – Praxisnahe Bücher zum wissenschaftlichen Schreiben

Vom Laborbuch zum Paper

Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen Monat für Monat im Labor und eines Tages klappen sie ihr Laborbuch zu, setzen sich an den Computer und beginnen ein Paper zu schreiben. Natürlich schlagen sie dabei immer wieder im Laborbuch etwas nach, aber sollte man nicht die Arbeit am Paper bereits im Laborbuch beginnen?

Im Sinne einer effektiveren Arbeitsweise sollte man bereits bei seinen Einträgen ins Laborbuch an das spätere Paper denken – oder an die spätere Doktorarbeit. Wenn man die folgenden Punkte bereits im Laborbuch berücksichtigt, tut man sich beim Paper-Schreiben deutlich leichter:

Die Methodik im Paper oder in der Doktorarbeit

Zum jedem Experiment gehört die entsprechende Methodik. Um diese im Paper wirklich 100% präzise erläutern zu können, muss man im Laborbuch alles, also wirklich alles festhalten. Das bedeutet: Auch Methoden, die man routinemäßig schon 100-mal durchgeführt hat, und vor allem jede noch so kleine Abweichung vom Standardprotokoll.

Die Ergebnisse im Paper oder in der Doktorarbeit

Jedes Experiment und damit jedes Ergebnis im Paper beginnt immer mit einer präzisen Fragestellung oder Zielsetzung. Aufschreiben! Und zwar bereits vor dem Versuch und direkt im Laborbuch, damit man sich bereits beim Experimentieren klar ist, was man konkret zeigen möchte.

Ebenfalls wichtig: Im Laborbuch sollten nicht nur Daten, also Einzelwerte und Messergebnisse dokumentiert werden. Man sollte auch gleich dazu schreiben, was die Daten bedeuten. Man sollte also gleich ein „Ergebnis“ formulieren. Das alles, die Fragestellung, die Daten und die Schlussfolgerung (das Ergebnis) kann man für sein späteres Paper gut gebrauchen.

Die Abbildungen und Tabellen im Paper oder in der Doktorarbeit

Hierzu hatte ich bereits einmal einen Blogbeitrag. Versuche sollte man (in seinem Laborbuch) bereits so planen, dass publikationsfähige Abbildungen entstehen. Also immer an die notwendigen Kontrollansätze denken!

Wann schreibt man sein Paper?

Die Diskussion im Paper oder in der Doktorarbeit

Was war komisch bei einem Experiment, was hat nicht gut geklappt? All diese Beobachtungen sollte man sich im Laborbuch notieren, um sie später im Paper oder in der Doktorarbeit diskutieren zu können. Auch sollte man bei jedem Experiment auch gleich an die Literatur, all die gelesenen Originalartikel oder Reviews denken und sich die Frage beantworten: Wie passt mein Experiment ins Gesamtbild? Das ist wichtig für die spätere Diskussion.

Fazit

Viel Zeit lässt sich sparen, wenn man die Arbeitsschritte „Forschen & Laborbuch führen“ und „Paper schreiben & publizieren“ nicht so strikt voneinander trennt.

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Dr. rer. nat. Stefan Lang
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