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Wie man eine richtig gute ‚Results-Section‘ schreibt

Die Ergebnisse eines Research Papers (Naturwissenschaften, Medizin) sind der Dreh- und Angelpunkt einer Publikation. Sie führen den Leser Schritt für Schritt von der Fragestellung der Einleitung zur Schlussfolgerung der Diskussion. Ein wichtiges Kapitel, zweifellos. Lesen Sie also, wie man einen richtig guten Ergebnisteil schreibt.

Experimentelle oder klinische Daten in der Result-Section eines Papers und im Ergebnisteil einer Doktorarbeit überzeugend und verständlich zu präsentieren – das ist eine anspruchsvolle Sache. Der Informationsgehalt muss ausgewogen sein und die Reihenfolge der Experimente sowie der Aufbau der einzelnen Absätze müssen stimmen. Die Sprache muss klar und eindeutig sein.

Informationsgehalt der Result-Section

Klar, im Ergebnisteil (Paper, Doktorarbeit) werden die Daten gezeigt. Dennoch darf er nicht nur Abbildungen, Tabellen und Rohdaten enthalten.

Nein, etwas mehr ist schon notwendig: Man muss dem Leser zunächst die Fragestellung oder Zielsetzung eines Experimentes nennen und gleichzeitig vermitteln, wie man die Frage beantworten oder ein Ziel erreichen wollte (experimenteller Ansatz). Auch die folgenden Daten sollte man nicht unkommentiert auflisten, sondern dem Leser unbedingt sagen, was sie bedeuten (Antwort oder Schlussfolgerung) – Ergebnisse sind mehr als nur Daten.

Aus diesen Anforderungen ergibt sich auch der klassische Aufbau eines Absatzes aus dem Ergebnisteil.

Aufbau der Absätze des Ergebnisteils

Der Prototyp eines Absatzes des Ergebnisteils lässt sich inhaltlich so gliedern:

  • Fragestellung oder Zielsetzung
  • experimenteller Ansatz
  • Daten (mit Verweis auf Abb. oder Tab.)
  • Antwort oder Schlussfolgerung

Reihenfolge der Experimente oder Befunde

Es lohnt sich, die optimale Reihenfolge der einzelnen Experimente im Ergebnisteil zu ermitteln. Oft, aber nicht immer ist das die chronologische Reihenfolge. Im Kern geht es darum, die didaktisch-optimale Sequenz zu finden, die den Leser der Doktorarbeit oder des Papers Schritt für Schritt durch die Ergebnisse führt.

Klare und eindeutige Sprache des Ergebnisteil

Dieser Satz ist klar und eindeutig:

Patienten der Gruppe A hatte einen geringeren Blutdruckanstieg als die Patienten der Gruppe B (Abb. 2).

Nicht klar, nicht eindeutig:

Aus Abbildung 2 wird ersichtlich, dass Patienten der Gruppe A im Vergleich zu Patienten der Gruppe B einen geringeren Blutdruckanstieg zeigten.

Manch ein Leser könnte sich fragen, ob die Patienten der Gruppe B nun auch einen Anstieg hatten oder ob der Blutdruck in Gruppe B konstant blieb.

Mehr zur klaren Sprache des Ergebnisteils eines Papers im Paper-Protokoll, der Schreibanleitung für biomedizinische Originalartikel (weitere Schreibratgeber gibt’s für die medizinische Doktorarbeit und für wissenschaftliche Poster).

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Dr. rer. nat. Stefan Lang
Scientific-Medical Writer

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